Ist ein Au-pair das Richtige für uns?

Au-pair oder FED: der Unterschied?

Kurze Antwort

Ein Familienentlastender Dienst (FED) oder Familienunterstützender Dienst (FUD) kommt stundenweise ins Haus, mit wechselnden Kräften und festem Auftrag. Ein Au-pair lebt bei Ihnen, kennt Ihr Kind und ist über den ganzen Tag verteilt da. Beides schließt sich nicht aus.

Stand: 13.08.2026

Was dahintersteckt

Der Familienentlastende Dienst — je nach Region auch Familienunterstützender Dienst genannt — ist ein Fachangebot vor Ort. Er wird über einen Träger organisiert, kommt zu vereinbarten Stunden und wird häufig über anerkannte Leistungen abgerechnet. Wer dort betreut, wechselt manchmal; der Auftrag ist klar umrissen.

Ein Au-pair ist etwas anderes. Es zieht für sechs bis zwölf Monate bei Ihnen ein, wird Teil des Familienalltags und ist deshalb nicht nur zu bestimmten Stunden präsent. Innerhalb der gesetzlichen Grenzen — höchstens 30 Stunden pro Woche und 6 Stunden am Tag — betreut es Ihre Kinder, hilft leicht im Haushalt und begleitet den Alltag mit.

Der wichtigste Unterschied ist die Vertrautheit. Ein Au-pair lernt Ihr Kind über Monate kennen: was es beruhigt, was es überfordert, welche Routine trägt. Ein Dienst kann diese Nähe nicht in gleicher Weise aufbauen, dafür bringt er fachliche Qualifikation mit, die ein Au-pair ausdrücklich nicht hat.

Deshalb ist das keine Entweder-oder-Frage. Viele Familien nutzen beides: den Dienst für das, was Fachlichkeit braucht, das Au-pair für den Alltag drumherum. Welche Angebote es bei Ihnen gibt und was davon bewilligt werden kann, erfahren Sie bei Ihrem Träger oder einer unabhängigen Beratungsstelle. Wir beraten dazu nicht.

Mehr dazu: Beruf und Kind mit Behinderung vereinbaren.