Ist ein Au-pair das Richtige für uns?

Ersetzt ein Au-pair die Schulbegleitung?

Kurze Antwort

Nein. Ein Au-pair ist keine Schulbegleitung und wird von der Schule nicht dafür eingesetzt. Es begleitet Ihr Kind zu Hause und im Familienalltag, innerhalb der vereinbarten Arbeitszeit. Ob es in Ausnahmefällen mit in die Einrichtung darf, klären Sie ausschließlich mit der Schule oder Kita selbst.

Stand: 13.08.2026

Was dahintersteckt

Die Schulbegleitung ist eine bewilligte Leistung für die Zeit in der Einrichtung. Je nach Bundesland heißt sie Schulassistenz, Teilhabeassistenz, Integrationshilfe oder Inklusionsbegleitung — gemeint ist dieselbe Unterstützung im Schul- oder Kita-Tag. Wer eine Schulbegleitung beantragt, kennt außerdem die Wartezeit: Zwischen Antrag und erstem Einsatztag vergehen oft Wochen.

Ein Au-pair steht auf einem anderen Blatt. Es lebt in Ihrer Familie, kennt Ihr Kind, seine Signale und die Abläufe zu Hause. Es betreut, spielt, begleitet auf dem Weg und ist da, wenn der Tag anders läuft als geplant. Es unterrichtet nicht, es übernimmt keine pädagogische Fachaufgabe und es hat keinen Auftrag der Schule.

Trotzdem verändert ein Au-pair genau das, was viele Familien am meisten belastet: die Ränder des Tages. Der Morgen vor der Schule, der Nachmittag danach, die Ferien, ein Tag, an dem die Schulbegleitung ausfällt. Dann ist bereits jemand da, den Ihr Kind kennt, und Sie müssen nicht innerhalb von Minuten fremde Betreuung organisieren.

Ob ein Au-pair Ihr Kind in einer Ausnahmesituation in die Einrichtung begleiten darf, entscheidet nicht die Agentur. Das besprechen Sie mit der Schule oder Kita und, wo nötig, mit dem zuständigen Träger. Wir beraten weder zum Antrag noch zum Bescheid.

Mehr dazu: Wenn die Schulbegleitung ausfällt.