Zusammenleben und Ankommen
Darf das Au-pair mit zur Therapie?
Kurze Antwort
Häufig ja — wenn Sie, die Praxis und das Au-pair das gemeinsam so vereinbaren. Das Au-pair begleitet dann den Weg, wartet mit und bringt Ihr Kind zurück. Es übernimmt keine therapeutische Aufgabe und trifft keine fachlichen Entscheidungen.
Stand: 13.08.2026
Was dahintersteckt
Frühförderstelle, Sozialpädiatrisches Zentrum, Ergotherapie, Logopädie, ein Termin in der Neuropädiatrie: Viele Familien fahren jede Woche mehrere solcher Wege. Der Termin selbst dauert oft 45 Minuten, mit Hinfahrt, Parkplatzsuche, Wartezeit und Rückfahrt werden daraus schnell zwei Stunden.
Genau hier kann ein Au-pair entlasten. Ob es Ihr Kind allein begleitet, hängt von der Praxis, vom Alter und Bedarf Ihres Kindes und von Ihrer Absprache ab. Manche Einrichtungen möchten ein Elternteil dabeihaben, andere sind offen dafür, dass eine vertraute Bezugsperson mitkommt. Fragen Sie dort direkt nach — die Entscheidung liegt bei der Praxis, nicht bei uns.
Sinnvoll ist, langsam anzufangen. Erst fährt das Au-pair einmal mit, lernt Weg, Ablauf und Ansprechpartner kennen, und übernimmt später eine Strecke, die es bereits kennt. So bleibt der Termin für Ihr Kind vertraut.
Die zweite, oft unterschätzte Variante: Sie begleiten Ihr Kind selbst, und das Au-pair bleibt mit den Geschwistern zu Hause. Dann sitzt niemand mehr im Wartezimmer, der dort nichts zu tun hat, und Sie können sich in Ruhe auf das Kind konzentrieren, das gerade dran ist.
Therapieempfehlungen geben wir grundsätzlich nicht. Was Ihr Kind braucht, entscheiden Sie mit den behandelnden Fachleuten.
Mehr dazu: Therapietermine organisieren.