Zusammenleben und Ankommen
Unser Kind reagiert nicht auf das Au-pair. Was tun?
Kurze Antwort
Geben Sie Ihrem Kind Zeit und versuchen Sie, nichts zu erzwingen. Ein Au-pair ist zunächst ein völlig neuer Mensch im Alltag Ihres Kindes – mit einer anderen Stimme, vielleicht einer anderen Sprache, einem anderen Aussehen und einer anderen Art der Kommunikation. Gerade kleine Kinder und Kinder mit Behinderung können länger brauchen, bis Vertrauen und eine Beziehung entstehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Au-pair nicht zu Ihrem Kind passt.
Stand: 13.08.2026
Was dahintersteckt
Überlegen Sie zunächst, wie Ihr Kind grundsätzlich auf neue Menschen reagiert. Auch in Kindergarten oder Kita gibt es aus gutem Grund eine Eingewöhnungsphase.
Für Ihr Kind kann zunächst vieles ungewohnt sein: die Stimme des Au-pairs, die Aussprache, vielleicht eine andere Hautfarbe, andere Gestik.
Versuchen Sie deshalb nicht, Nähe zu erzwingen. Unterstützen Sie das Kennenlernen lieber im Alltag: Welche Spiele funktionieren gut? Welche Rituale kennt es? Was beruhigt Ihr Kind? Worüber lacht es?
Gerade am Anfang ist es wichtig, nicht vorschnell beim Au-pair nach einem Fehler zu suchen. Besonders bei kleinen Kindern und Kindern mit Behinderung kann dieser Prozess länger dauern und sehr individuell sein. Nicht die Geschwindigkeit entscheidet darüber, ob die Beziehung funktioniert – sondern ob sich mit der Zeit Vertrauen entwickelt.