Zusammenleben und Ankommen
Wie gehen wir mit unterschiedlichen Essgewohnheiten um?
Kurze Antwort
Essen ist ein Stück Heimat – und gerade in den ersten Wochen kann Vertrautes sehr guttun. Ihr Au-pair muss sich nicht von heute auf morgen an die deutschen Essgewohnheiten anpassen. Geben Sie ihm Zeit, Neues kennenzulernen, und gleichzeitig die Möglichkeit, weiterhin Gerichte und Lebensmittel aus der Heimat zu essen. Am einfachsten gelingt das, wenn Sie offen darüber sprechen und Ihr Au-pair gerade am Anfang auch einmal mit zum Einkaufen nehmen.
Stand: 13.08.2026
Was dahintersteckt
Was für uns beim Frühstück oder Abendessen vollkommen selbstverständlich ist, kann für einen jungen Menschen aus einem anderen Kulturkreis völlig ungewohnt sein. Brot, Marmelade oder Haferflocken sind nicht überall üblich – in anderen Ländern gibt es morgens Reis oder warme Speisen.
Erwarten Sie deshalb nicht, dass Ihr Au-pair vom ersten Tag an genauso isst wie Ihre Familie.
Nehmen Sie Ihr Au-pair gerade zu Beginn ruhig einmal mit zum Einkaufen und fragen Sie ganz konkret: „Was isst du gerne? Was möchtest du zum Frühstück? Gibt es etwas, das du von zu Hause kennst?" Wenn Sie Haferflocken frühstücken und Ihr Au-pair lieber Cornflakes möchte, dürfen die Cornflakes selbstverständlich mit in den Einkaufswagen.
Auch Gerichte aus dem Heimatland dürfen weiterhin ihren Platz haben. Vielleicht kocht Ihr Au-pair sogar einmal für die Familie. Benötigt es dafür allerdings besondere oder sehr teure Spezialzutaten, die nicht zum normalen Familieneinkauf gehören, kann gemeinsam besprochen werden, dass das Au-pair diese selbst kauft oder bestimmte Gewürze bereits aus der Heimat mitbringt.
Wichtig ist vor allem: Nicht bewerten, sondern nachfragen.