Au-pair auswählen und kennenlernen
Woran erkennen wir, ob ein Au-pair zu unserem Kind passt?
Kurze Antwort
Seien Sie beim Kennenlernen so ehrlich wie möglich. Beschreiben Sie nicht nur die guten Tage, sondern auch die herausfordernden Situationen in Ihrem Familienalltag. Je besser ein Au-pair vorher weiß, was es erwartet, desto besser können beide Seiten einschätzen, ob es wirklich passt.
Stand: 12.08.2026
Ehrlichkeit schafft die beste Grundlage
Unser wichtigster Tipp für die Beratungsgespräche: Beschreiben Sie Ihren Alltag lieber etwas zu ehrlich als zu schön.
Erzählen Sie auch von den Tagen, an denen es turbulent wird. Was passiert, wenn Ihr Kind überfordert ist? Wie zeigt es, dass ihm etwas zu viel wird? Welche Situationen sind für Sie als Familie besonders herausfordernd? Und wobei wünschen Sie sich im Alltag Unterstützung?
Gerade bei einem Kind mit Behinderung dürfen auch Themen angesprochen werden, die vielleicht zunächst unangenehm oder sehr persönlich erscheinen. Je offener Sie miteinander sprechen, desto geringer ist die Gefahr, dass nach der Ankunft Sätze fallen wie: „Das wusste ich nicht" oder „Ich habe mir das anders vorgestellt."
Erklären Sie dabei aber genauso, wie Sie mit diesen Situationen umgehen. Das Au-pair wird nicht vom ersten Tag an allein gelassen. Sie zeigen Abläufe, erklären Besonderheiten Ihres Kindes und begleiten das Au-pair Schritt für Schritt in den Familienalltag.
Wichtig ist auch eine klare Abgrenzung: Pflegerische und medizinische Tätigkeiten gehören nicht zu den Aufgaben eines Au-pairs. Diese Verantwortung bleibt bei Ihnen als Eltern. Das Au-pair soll Ihr Kind im Alltag begleiten, beschäftigen und unterstützen – nicht die Rolle einer Pflegekraft übernehmen.
Die beste Voraussetzung für ein gutes Match ist nicht der perfekte erste Eindruck, sondern dass beide Seiten von Anfang an wissen, worauf sie sich einlassen.