Au-pair mit Erfahrung mit Kindern mit Behinderung finden – worauf Eltern achten sollten

Junge Frau spielt ruhig mit einem Kind auf dem Wohnzimmerboden.

„Wir suchen ein Au-pair mit Erfahrung mit Kindern mit Behinderung.“

Mit diesem Wunsch kommen viele Familien zu uns.

Vielleicht lebt bei Ihnen ein Kind mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, einer Entwicklungsverzögerung, Autismus, ADHS, einer genetischen Besonderheit oder einer seltenen Erkrankung.

Und natürlich möchten Sie keinen vollkommen unvorbereiteten Menschen in Ihren Familienalltag aufnehmen.

Doch woran erkennt man eigentlich ein Au-pair mit Erfahrung mit Kindern mit Behinderung?

Reicht ein Satz im Lebenslauf?

Muss das Au-pair bereits genau dieselbe Diagnose kennen?

Oder sind ganz andere Voraussetzungen entscheidend?

Bei Besondere Sterne haben wir uns auf die Au-pair-Vermittlung für Familien mit Kindern mit Behinderung und Entwicklungsverzögerung spezialisiert.

Und aus unserer Erfahrung ist eines besonders wichtig:

Erfahrung ist wertvoll. Aber Vorbereitung, Haltung und die Bereitschaft, sich wirklich auf ein Kind mit Behinderung einzulassen, sind mindestens genauso entscheidend.

Au-pair für ein Kind mit Behinderung – muss es die Diagnose bereits kennen?

Diese Frage stellen sich viele Eltern bei der Au-pair-Suche.

Vielleicht hat Ihr Kind Autismus.

Vielleicht eine geistige Behinderung.

Vielleicht eine körperliche Behinderung und sitzt im Rollstuhl.

Vielleicht kommuniziert es nonverbal.

Vielleicht hat es ADHS oder eine Entwicklungsverzögerung.

Natürlich wäre es schön, ein Au-pair zu finden, das bereits exakt dieselbe Situation kennt.

Aber genau das sollte nicht zum einzigen Auswahlkriterium werden.

Denn zwei Kinder mit derselben Diagnose können vollkommen unterschiedlich sein.

Ein Kind mit Autismus kann andere Bedürfnisse haben als ein anderes Kind mit Autismus.

Eine körperliche Behinderung kann den Familienalltag vollkommen unterschiedlich beeinflussen.

Und auch bei einer geistigen Behinderung oder Entwicklungsverzögerung gibt es nicht den einen Unterstützungsbedarf.

Deshalb suchen Sie nicht nur nach:

„Hat dieses Au-pair Erfahrung mit dieser Diagnose?“

Fragen Sie vielmehr:

„Ist dieser Mensch bereit, unser Kind wirklich kennenzulernen?“

Was bedeutet Erfahrung mit Kindern mit Behinderung überhaupt?

Erfahrung kann ganz unterschiedlich aussehen.

Vielleicht hat ein Au-pair bereits in einer Einrichtung mit Kindern mit Behinderung gearbeitet.

Vielleicht hat es ein Praktikum absolviert.

Vielleicht kennt es Kinder mit körperlichen Einschränkungen.

Vielleicht hat es Erfahrungen mit Autismus oder Entwicklungsverzögerungen gesammelt.

Entscheidend ist dabei nicht nur, wie viele Stunden irgendwo auf einem Nachweis stehen.

Viel wichtiger ist, was der junge Mensch dabei erlebt hat.

Hat er Berührungsängste verloren?

Hat er erlebt, dass Kommunikation nicht immer über Sprache funktioniert?

Hat er verstanden, dass manche Kinder mehr Zeit benötigen?

Hat er gelernt, hinzuschauen, nachzufragen und nicht vorschnell zu bewerten?

Genau deshalb spielt praktische Erfahrung in unserer Vorbereitung eine wichtige Rolle.

Praktikum mit Kindern mit Behinderung bereits im Heimatland

Unsere Au-pairs beschäftigen sich nicht erst nach ihrer Einreise mit dem Thema Behinderung.

Bereits im Heimatland sammeln sie praktische Erfahrungen im Umgang mit Kindern mit Behinderung.

Das Praktikum ist Bestandteil unseres Vorbereitungskonzeptes.

Dabei geht es nicht darum, aus einem Au-pair innerhalb weniger Wochen eine Fachkraft zu machen.

Das wäre weder möglich noch das Ziel eines Au-pair-Aufenthalts.

Es geht um etwas anderes:

Begegnung. Erfahrung. Berührungsängste abbauen. Hinschauen. Mitmachen.

Ein Au-pair soll nicht zum ersten Mal mit dem Thema Behinderung in Berührung kommen, wenn es bei seiner Gastfamilie vor der Haustür steht.

Vorbereitung über unsere eigene Lernplattform

Praktische Erfahrung ist ein wichtiger Baustein.

Aber sie reicht allein nicht aus.

Deshalb werden unsere Au-pairs bereits vor ihrer Einreise zusätzlich über unsere Online-Lernplattform auf ihren Au-pair-Aufenthalt vorbereitet.

Dabei geht es um das Leben in einer Gastfamilie und um Situationen, die später im Familienalltag tatsächlich relevant werden können.

Gerade für ein Au-pair in einer Familie mit einem Kind mit Behinderung ist es wichtig, vorher eine Vorstellung davon zu entwickeln:

Was bedeutet es, Teil eines Familienalltags zu werden?

Welche Erwartungen können auf mich zukommen?

Wie gehe ich damit um, wenn etwas anders läuft als erwartet?

Wie wichtig sind Routinen?

Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen – und wo liegen gleichzeitig die Grenzen meiner Rolle als Au-pair?

Unsere Vorbereitung soll nicht jedes mögliche Szenario vorwegnehmen.

Das kann sie gar nicht.

Sie soll unseren Au-pairs eine Grundlage geben, auf der sie später aufbauen können.

Live-Calls: Vorbereitung bedeutet auch miteinander sprechen

Nicht alles lässt sich über ein Video vermitteln.

Deshalb gehören zu unserem Konzept auch regelmäßige Live-Calls bereits im Heimatland.

Hier können Themen gemeinsam besprochen, Fragen gestellt und Situationen aus dem zukünftigen Au-pair-Alltag aufgegriffen werden.

Auch Erwartungen spielen dabei eine Rolle.

Denn das Leben in einer Familie mit einem Kind mit Behinderung kann wunderschön und bereichernd sein.

Es kann aber auch herausfordernde Tage geben.

Ein Kind reagiert vielleicht anders als erwartet.

Kommunikation funktioniert möglicherweise nicht über gesprochene Sprache.

Bestimmte Routinen sind besonders wichtig.

Oder ein Au-pair muss erst lernen, dass ein Verhalten, das ihm zunächst ungewöhnlich erscheint, für dieses Kind eine Form der Kommunikation sein kann.

Darüber sollte man sprechen, bevor der Koffer gepackt ist.

Commitment zu Inklusion beginnt vor dem Matching

Vielleicht ist das einer der größten Unterschiede bei der Suche nach einem Au-pair für ein Kind mit Behinderung.

Unsere Au-pairs wissen, worauf Besondere Sterne spezialisiert ist.

Sie wissen, dass unsere Gastfamilien Kinder mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung haben.

Das Thema Inklusion wird nicht erst angesprochen, nachdem sich ein Au-pair bereits für Deutschland entschieden hat.

Es gehört von Anfang an zu unserem Vermittlungskonzept.

Wer sich über Besondere Sterne vermitteln lassen möchte, entscheidet sich damit bewusst dafür, offen für einen Familienalltag mit einem Kind mit Behinderung zu sein.

Dieses Commitment ist für uns eine wichtige Grundlage.

Erfahrung allein macht noch kein gutes Au-pair

Trotzdem würden wir Familien niemals empfehlen, ausschließlich auf möglichst viel Erfahrung zu achten.

Denn Sie suchen keinen Lebenslauf.

Sie suchen einen Menschen.

Ein Au-pair kann bereits viele Stunden Erfahrung mit Kindern mit Behinderung gesammelt haben und persönlich trotzdem nicht zu Ihrem Kind passen.

Ein anderes bringt vielleicht weniger Erfahrung mit einer bestimmten Diagnose mit, ist dafür unglaublich geduldig, aufmerksam, herzlich und bereit zu lernen.

Deshalb gehören bei der Auswahl mehrere Dinge zusammen:

Erfahrung. Vorbereitung. Persönlichkeit. Offenheit. Lernbereitschaft. Und das persönliche Gefühl Ihrer Familie.

Ihr Kind muss nicht zum Au-pair passen

Eigentlich ist es genau andersherum.

Bei der Suche nach einem passenden Au-pair sollten Eltern nicht überlegen:

„Ist unser Kind vielleicht zu schwierig für ein Au-pair?“

Sondern:

„Welcher Mensch könnte mit den Besonderheiten unseres Kindes gut umgehen?“

Vielleicht braucht Ihr Kind sehr viel Ruhe.

Dann kann ein besonders geduldiger Mensch wichtig sein.

Vielleicht ist Ihr Kind extrem aktiv.

Vielleicht braucht es klare Routinen.

Vielleicht kommuniziert es über einen Talker, Gebärden, Bilder oder hauptsächlich nonverbal.

Vielleicht sitzt es im Rollstuhl.

Vielleicht benötigt es aufgrund seiner Entwicklungsverzögerung deutlich mehr Begleitung im Alltag als andere Kinder seines Alters.

All diese Informationen helfen Ihnen beim Kennenlernen eines Au-pairs.

Sprechen Sie beim Kennenlernen offen über Ihr Kind

Versuchen Sie nicht, den Alltag schöner oder leichter darzustellen, als er tatsächlich ist.

Ein zukünftiges Au-pair sollte wissen, worauf es sich einlässt.

Erzählen Sie:

Was funktioniert gut?

Was liebt Ihr Kind?

Was kann schwierig werden?

Wie kommuniziert es?

Welche Situationen brauchen Geduld?

Welche Aufgaben wünschen Sie sich vom Au-pair?

Und genauso wichtig:

Welche Aufgaben gehören ausdrücklich nicht dazu?

Ein Au-pair ist auch mit Praktikum und Vorbereitung keine Pflegekraft.

Es ersetzt keine Therapeutin, keine pädagogische Fachkraft und keine professionelle Assistenz.

Es unterstützt bei der Kinderbetreuung und im normalen Familienalltag innerhalb des Au-pair-Rahmens.

Die eigentliche Vorbereitung beginnt trotzdem erst in Ihrer Familie

Auch das am besten vorbereitete Au-pair kennt Ihr Kind noch nicht.

Sie kennen vielleicht seit zehn Jahren jeden Blick Ihres Kindes.

Sie wissen, welcher Laut was bedeutet.

Sie erkennen Überforderung, bevor jemand anderes überhaupt bemerkt, dass etwas passiert.

Ihr Au-pair beginnt bei null.

Deshalb braucht es nach der Anreise Zeit.

Es muss beobachten dürfen.

Fragen stellen.

Abläufe kennenlernen.

Fehler machen.

Und Schritt für Schritt verstehen, was Ihr Kind braucht.

Vorbereitung schafft eine Grundlage. Beziehung entsteht erst im gemeinsamen Alltag.

Deshalb begleiten wir auch nach der Anreise

Für uns endet eine Au-pair-Vermittlung deshalb nicht mit der Landung in Deutschland.

Gerade die erste Zeit kann intensiv sein.

Das Au-pair muss sich gleichzeitig an ein neues Land, eine andere Sprache, eine neue Familie und den Alltag mit den Kindern gewöhnen.

Deshalb gehört bei Besondere Sterne auch die Begleitung nach der Anreise zu unserem Konzept.

Unsere Au-pairs werden in der wichtigen ersten Zeit weiter begleitet und haben feste Möglichkeiten zum Austausch.

Denn manche Fragen entstehen nicht im Heimatland.

Sie entstehen an einem Dienstagmorgen in Deutschland.

Und genau dann sollte ein Au-pair damit nicht vollkommen alleine sein.

Welches Au-pair mit Erfahrung mit Behinderung passt zu unserer Familie?

Wenn Sie ein Au-pair mit Erfahrung mit Kindern mit Behinderung suchen, schauen Sie deshalb nicht ausschließlich auf die Anzahl der Betreuungsstunden.

Achten Sie auf das Gesamtbild.

Hat das Au-pair praktische Erfahrungen gesammelt?

Wurde es auf den Au-pair-Aufenthalt vorbereitet?

Hat es sich bewusst mit dem Thema Behinderung beschäftigt?

Wie steht es zu Inklusion?

Ist es offen für die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes?

Fragt es beim Kennenlernen interessiert nach?

Ist es geduldig?

Und können Sie sich vorstellen, diesen Menschen für viele Monate in Ihren Familienalltag aufzunehmen?

Denn am Ende entscheiden Sie als Gastfamilie, welches Au-pair Sie kennenlernen und auswählen möchten.

Au-pair für ein Kind mit Behinderung finden – mit Besondere Sterne

Besondere Sterne ist auf die Au-pair-Vermittlung für Familien mit Kindern mit Behinderung und Entwicklungsverzögerung spezialisiert.

Unsere Au-pairs sammeln bereits in ihrem Heimatland praktische Erfahrungen mit Kindern mit Behinderung.

Sie werden über unsere Lernplattform vorbereitet.

Sie nehmen an Live-Calls teil.

Sie beschäftigen sich mit den Erwartungen und Herausforderungen eines Au-pair-Aufenthalts.

Und sie wissen von Anfang an, dass Inklusion ein wesentlicher Bestandteil unserer Vermittlung ist.

Nach der Einreise lassen wir sie mit den Herausforderungen des neuen Familienalltags ebenfalls nicht allein.

Damit versprechen wir Ihnen nicht das „perfekte Au-pair“.

Denn ob ein Mensch wirklich zu Ihrer Familie passt, können nur Sie im persönlichen Kennenlernen entscheiden.

Was wir schaffen, ist die Grundlage:

Erfahrung. Vorbereitung. Begleitung. Und ein klares Commitment zu Inklusion.

Damit Sie nicht bei irgendeinem Au-pair-Profil anfangen müssen.

Sondern bei jungen Menschen, die sich bereits ganz bewusst vorstellen können, Teil einer Familie mit einem Kind mit Behinderung zu werden.

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

Weiterlesen

Auch hilfreich