
Presse 2025
Melanie Matl aus Füssen ist Mutter einer Tochter mit Behinderung und kämpft für mehr Inklusion
Kreisbote (Füssen), 20.12.2025 · von Marion Bässler
Zusammenfassung
Warum eine Mutter aus Füssen eine eigene Agentur gegründet hat
Der Kreisbote porträtiert in seinem Lokalteil Füssen Melanie Matl, Mutter von drei Kindern, eines davon mit Behinderung. Sie sagt darin: „Mein Ziel ist es, alle Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass jedes Kind einzigartig ist und in jedem Kind besondere Fähigkeiten stecken. Bei Kindern mit Behinderung muss man nur öfter hinschauen, um diese zu erkennen.“
Der Beitrag erzählt vom Alltag dieser Familie: Im ersten Schuljahr lag die nächste geeignete Förderschule in Kempten beziehungsweise Kaufbeuren. Aufstehen kurz nach fünf Uhr, Schulbus um 6.20 Uhr, täglich drei Stunden Fahrt, Heimkehr um siebzehn Uhr. Ab der zweiten Klasse besuchte das Kind mit einer Schulbegleiterin die Regelgrundschule. Er erzählt von Einladungen, die nach der Kindergartenzeit aufhörten, und vom Versuch, das Inklusionsrecht zu nutzen und die Regelgrundschule mit einer Schulbegleiterin zu besuchen. „Jeder redet von Inklusion, die Realität sieht aber ganz anders aus“, wird Matl zitiert. Sie lobt die Schulen ausdrücklich, klagt aber über den Ausschluss — „Wir wollen nicht jammern, aber der Ausschluss ist herzergreifend“ — und verweist auf Italien, wo Kinder mit Behinderung die Regelgrundschule besuchen.
Der zweite Teil des Artikels beschreibt, was sie daraus gemacht hat: das Vorlesebuch „Die Reise der besonderen Sterne“ mit einem Begleitheft, mit dem Schulen ab der zweiten Klasse das Thema Inklusion erarbeiten können — und 2024 die Gründung ihrer Agentur. Der Kreisbote schildert auch, dass Matl selbst bei Au-pair-Agenturen abgelehnt wurde, weil diese nicht an Familien mit Kindern mit Behinderung vermitteln.
Zur Arbeit der Agentur hält der Artikel fest: Die Au-pairs bringen Erfahrung mit Behinderung aus dem eigenen familiären Umfeld mit, absolvieren im Heimatland ein Praktikum und werden per Videogespräch geschult. Nach dem Au-pair-Jahr hilft Matl bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Die Au-pairs haben Erfahrung, Leidenschaft und, was am wichtigsten ist, das Herz am rechten Fleck“, sagt sie.
Für diese Seite ist der Beitrag deshalb wichtig, weil er den Ausgangspunkt unserer Arbeit beschreibt. Wie wir heute vermitteln und wie die Au-pairs vorbereitet werden, steht bei unseren Leistungen; welche Voraussetzungen eine Familie mitbringen muss, steht unter Gastfamilie werden. Wer lieber miteinander spricht als liest, kann ein kostenloses Kennenlerngespräch vereinbaren.
Kernpunkte
Das steht in dem Beitrag
- Melanie Matl aus Füssen ist Mutter dreier Kinder, eines davon mit Behinderung.
- Ein Schuljahr lang begann der Tag kurz nach fünf Uhr; für Hin- und Rückweg kamen täglich drei Stunden Busfahrt zusammen.
- In der zweiten Klasse machte die Familie vom Inklusionsrecht Gebrauch — mit Schulbegleiterin an der Regelgrundschule.
- Matl wurde selbst von Au-pair-Agenturen abgelehnt, weil diese nicht an Familien mit Kindern mit Behinderung vermitteln.
- 2024 gründete sie die Agentur Besondere Sterne; die Au-pairs bringen Erfahrung mit Menschen mit Behinderung mit und werden in der Au-pair-Akademie vorbereitet.
- Mit dem Vorlesebuch „Die Reise der besonderen Sterne“ und einem Begleitheft für Schulen setzt sich Matl auch über die Agentur hinaus für Inklusion ein.
Erschienen bei Kreisbote (Füssen) am 20.12.2025.
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