Endlich Ferien? Wenn 13 Wochen plötzlich zur Herausforderung werden

Au-pair und Kind spielen im sommerlichen Garten.

„Endlich Ferien!“

Für viele Familien bedeutet dieser Satz ausschlafen, Urlaub, Ausflüge und endlich einmal weniger Termine.

Für andere Eltern beginnt mit den Ferien erst das eigentliche Kopfzerbrechen.

Wer betreut die Kinder?

Denn über ein Schuljahr verteilt kommen in Deutschland ungefähr 12 bis 13 Wochen Schulferien zusammen.

So viele Wochen Urlaub haben die wenigsten Eltern.

Und wenn ein Kind mit Behinderung in der Familie lebt, lässt sich die Betreuung häufig noch weniger einfach organisieren.

Wenn die gewohnte Betreuung plötzlich wegfällt

Während der Schulzeit gibt es einen festen Rhythmus.

Schule, Kita, HPT oder andere Betreuungsangebote geben dem Tag Struktur.

Und dann beginnen die Ferien.

Vielleicht gibt es eine Ferienbetreuung – aber nicht über den gesamten Zeitraum.

Vielleicht sind die Plätze begrenzt.

Vielleicht passt das vorhandene Angebot nicht zu den Bedürfnissen des Kindes.

Oder die gewohnte Einrichtung hat selbst geschlossen.

Und plötzlich müssen Eltern viele Stunden Betreuung zusätzlich auffangen.

Nicht für zwei Tage.

Sondern teilweise über mehrere Wochen.

24 Stunden Familie – jeden Tag

Ferien bedeuten für Eltern eines Kindes mit Behinderung deshalb nicht automatisch Erholung.

Manchmal bedeuten sie sogar das Gegenteil.

Die gewohnten Strukturen fallen weg. Das Kind ist deutlich mehr zu Hause. Gleichzeitig müssen Eltern vielleicht weiterarbeiten, Termine wahrnehmen, den Haushalt organisieren und natürlich auch für die Geschwisterkinder da sein.

Und irgendwann stellt sich die Frage:

Wie sollen wir das alles gleichzeitig schaffen?

Genau hier kann ein Au-pair einen enormen Unterschied machen.

Plötzlich sind da wieder zwei Erwachsene

Ein Au-pair kann innerhalb seiner vereinbarten Arbeitszeiten genau dort unterstützen, wo Ferien für Familien besonders herausfordernd werden:

im ganz normalen Alltag.

Gemeinsam frühstücken.

Spielen und basteln.

In den Garten gehen.

Einen Vormittag auf dem Spielplatz verbringen.

Zusammen backen.

Einen Spaziergang machen.

Oder einfach einen entspannten Ferientag zu Hause verbringen.

Das Au-pair kennt die Kinder bereits und ist Teil des Familienalltags.

Und dadurch müssen sechs Wochen Sommerferien nicht jeden einzelnen Tag ausschließlich von Mama oder Papa aufgefangen werden.

Und was wünschen sich eigentlich die Geschwister?

Dieser Punkt wird schnell vergessen.

Denn Ferien sind nicht nur betreuungsfreie Zeit.

Für Kinder sind Ferien etwas Besonderes.

Vielleicht möchte das Geschwisterkind endlich in dieses eine Museum.

Vielleicht möchte es ins Schwimmbad.

Vielleicht steht die Bergtour schon seit Monaten auf seiner Wunschliste.

Oder es möchte einen Ausflug machen, der für seinen Bruder oder seine Schwester mit Behinderung schlicht nicht geeignet ist.

Was macht eine Familie dann?

Häufig lautet die Antwort:

Dann machen wir es eben nicht.

Nicht, weil die Eltern nicht möchten.

Sondern weil sie sich nicht aufteilen können.

Mit einem Au-pair entstehen plötzlich zwei Möglichkeiten

Genau hier kann sich Familienleben verändern.

Vielleicht bleibt das Au-pair mit dem Kind mit Behinderung zu Hause.

Die beiden verbringen einen schönen Tag im Garten, spielen, basteln oder gehen auf den vertrauten Spielplatz.

Und Mama und Papa?

Die machen mit den Geschwisterkindern endlich die Wanderung, von der seit Monaten gesprochen wird.

Beim nächsten Mal ist es vielleicht genau andersherum.

Das Au-pair unternimmt etwas mit den Geschwistern, während Mama oder Papa einen besonderen Tag mit dem Kind mit Behinderung verbringen.

Nicht mehr jedes Familienmitglied muss immer dasselbe machen.

Ferien dürfen unterschiedliche Bedürfnisse haben

Gerade mit mehreren Kindern ist das unglaublich wertvoll.

Denn Geschwister haben nicht automatisch dieselben Interessen.

Und ein Kind mit Behinderung hat möglicherweise ganz andere Bedürfnisse, Möglichkeiten oder Belastungsgrenzen als seine Geschwister.

Das eine Kind möchte Action.

Das andere braucht einen ruhigen Tag.

Eines möchte fünf Stunden wandern.

Das andere liebt seinen Nachmittag im Garten.

Ohne zusätzliche Unterstützung muss die Familie häufig einen Kompromiss finden.

Mit einem Au-pair kann man sich aufteilen.

Und plötzlich darf ein Ferientag für jedes Kind anders aussehen.

Auch Eltern brauchen in den Ferien einmal Luft

Und dann gibt es noch jemanden, dessen Bedürfnisse bei der Ferienplanung häufig ganz hinten stehen:

die Eltern.

Sechs Wochen Sommerferien bedeuten nicht, dass Eltern sechs Wochen lang jeden Tag Programm machen können.

Auch sie brauchen zwischendurch eine Pause.

Vielleicht übernimmt das Au-pair einen Vormittag und geht mit den Kindern raus.

Vielleicht dürfen Mama oder Papa einmal länger schlafen.

Vielleicht gibt es zwei Stunden, in denen niemand etwas von ihnen möchte.

Oder sie können einfach in Ruhe etwas erledigen.

Das klingt nach Kleinigkeiten.

Nach mehreren Wochen Ferien können genau diese kleinen Pausen unglaublich wertvoll werden.

Wenn aus „Wie sollen wir das schaffen?“ wieder Ferien werden

Ein Au-pair ersetzt keine professionelle Ferienbetreuung und übernimmt keine pflegerischen oder therapeutischen Aufgaben.

Aber es bringt etwas mit, das in langen Ferienwochen für Familien besonders wertvoll sein kann:

Zeit, Vertrautheit und noch einmal zwei Hände.

Bei Besondere Sterne vermitteln wir Au-pairs an Familien, die genau diese Form der Unterstützung in ihrem Alltag suchen.

Eine Person, die die Kinder bereits kennt.

Die nicht erst für jeden Ferientag neu organisiert werden muss.

Die morgens schon da ist.

Und die dabei helfen kann, dass die Bedürfnisse eines Kindes nicht automatisch bedeuten, dass alle anderen zurückstecken müssen.

Denn Ferien sollten nicht sechs Wochen lang bedeuten:

„Wie sollen wir das nur organisieren?“

Sie dürfen auch in einer Familie mit einem Kind mit Behinderung wieder das sein, worauf sich Kinder das ganze Jahr freuen:

Ferien.

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

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