Ein Au-pair für mehrere Kinder – kann das funktionieren?

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„Wir haben mehrere Kinder und eines davon hat eine Behinderung. Kann ein Au-pair uns da überhaupt sinnvoll unterstützen?“

Diese Frage stellen uns Familien immer wieder.

Denn schnell entsteht die Vorstellung, man müsse sich entscheiden:

Soll das Au-pair hauptsächlich für das Kind mit Behinderung da sein? Oder für die Geschwister? Wer bekommt seine Zeit? Und wie soll das funktionieren, wenn alle Kinder unterschiedliche Bedürfnisse haben?

Dabei liegt genau darin eine der großen Stärken eines Au-pairs:

Es ist nicht nur für ein einzelnes Kind da. Es unterstützt die Familie dort, wo es im Alltag gerade gebraucht wird.

Mal braucht dieses Kind mehr – mal das andere

Familienalltag ist nicht jeden Tag gleich.

An einem Nachmittag braucht das Kind mit Behinderung besonders viel Begleitung. Am nächsten Tag hat das Geschwisterkind einen wichtigen Termin. Ein anderes Mal möchte eines der Kinder einfach unbedingt alleine Zeit mit Mama oder Papa verbringen.

Mit einer zusätzlichen Person im Alltag entstehen plötzlich Möglichkeiten, die vorher kaum da waren.

Während das Au-pair mit dem Kind mit Behinderung spielt oder es im Alltag begleitet, können Sie sich ganz auf ein Geschwisterkind konzentrieren.

Und beim nächsten Mal drehen Sie es um.

Sie verbringen bewusst Zeit mit Ihrem Kind mit Behinderung, während das Au-pair mit den Geschwistern auf den Spielplatz geht, bastelt oder zu Hause spielt.

Der Fokus darf wechseln.

Nicht ein Kind bekommt Unterstützung – die Familie bekommt Unterstützung

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Ein Au-pair muss nicht ausschließlich dem Kind mit Behinderung zugeordnet werden.

Es kann für alle Kinder da sein.

Morgens hilft es vielleicht dabei, die Geschwister für Schule und Kindergarten fertig zu machen.

Nachmittags begleitet es das Kind mit Behinderung im Alltag.

Später spielt es mit den Geschwistern, während Mama oder Papa einen Termin wahrnehmen oder etwas anderes erledigen.

Die Unterstützung kann sich daran orientieren, was Ihre Familie gerade braucht.

Zwei Erwachsene schaffen zwei Möglichkeiten

Mit mehreren Kindern kennt man diese Situationen nur zu gut:

Zwei Kinder brauchen gleichzeitig etwas.

Ein Kind möchte auf den Spielplatz, das andere braucht Ruhe.

Eines muss abgeholt werden, während das andere gerade zu Hause Unterstützung benötigt.

Ein Kind hat einen Termin und die Geschwister möchten verständlicherweise nicht schon wieder mit.

Alleine müssen Eltern ständig entscheiden:

Wer muss heute warten?

Mit einem Au-pair sind plötzlich zwei Erwachsene da.

Und aus einer Möglichkeit werden zwei.

Das Kind mit Behinderung profitiert

Für ein Kind mit Behinderung kann ein Au-pair über die Monate zu einer vertrauten zusätzlichen Bezugsperson werden.

Es lernt die Routinen kennen, verbringt regelmäßig Zeit mit dem Kind und weiß zunehmend besser, was ihm Freude macht und wie der Familienalltag funktioniert.

Dabei ersetzt ein Au-pair selbstverständlich weder eine Pflegekraft noch therapeutische oder pädagogische Fachkräfte.

Seine Stärke liegt im Alltag:

spielen, begleiten, beschäftigen, unterstützen und gemeinsam Zeit verbringen.

Die Geschwister profitieren

Gleichzeitig entsteht mehr Raum für die Geschwisterkinder.

Mal haben sie das Au-pair ganz für sich und gewinnen einen neuen Spielpartner.

Mal übernimmt das Au-pair einen Teil des Familienalltags und schafft damit die Möglichkeit, dass Mama oder Papa ganz bewusst Zeit mit ihnen verbringen können.

So muss Aufmerksamkeit nicht ständig an der Stelle fehlen, an der gerade ein anderes Kind mehr Unterstützung benötigt.

Und die Eltern profitieren ebenfalls

Auch Eltern müssen in diesem Modell nicht immer diejenigen sein, die jede Lücke schließen.

Wenn eine weitere Person regelmäßig mitträgt, kann das den gesamten Familienalltag entzerren.

Vielleicht können Sie einen Termin mit einem Kind wahrnehmen, ohne alle anderen mitzunehmen.

Vielleicht bleibt Zeit für einen Kaffee, einen Spaziergang oder einen Einkauf alleine.

Oder Sie können sich einfach einmal auf ein einziges Kind konzentrieren, ohne gleichzeitig an drei anderen Stellen gebraucht zu werden.

Es geht nicht darum, Aufmerksamkeit exakt aufzuteilen

Ein Familienalltag lässt sich nicht in perfekte Stundenpakete zerlegen.

Montag drei Stunden für dieses Kind, Dienstag zwei Stunden für das nächste – so funktioniert Familie nicht.

Und genau deshalb kann ein Au-pair so gut in einen Alltag mit mehreren Kindern passen.

Die Unterstützung darf sich verändern.

Je nachdem, wer gerade wen braucht.

Heute braucht Ihr Kind mit Behinderung mehr Begleitung.

Morgen braucht das Geschwisterkind Aufmerksamkeit.

Und übermorgen brauchen vielleicht einfach Sie jemanden, der mit anpackt.

Ein Au-pair von Besondere Sterne ist für die Familie da

Bei Besondere Sterne vermitteln wir Au-pairs nicht mit dem Gedanken, dass sie ausschließlich für ein einzelnes Kind zuständig sind.

Wir schauen auf die Familie als Ganzes.

Welche Kinder leben im Haushalt? Wo wird Unterstützung benötigt? Welche Bedürfnisse bringt das Kind mit Behinderung mit? Und welches Au-pair könnte zu diesem Familienalltag passen?

Denn am Ende soll nicht nur ein Familienmitglied von der Unterstützung profitieren.

Der Mehrwert entsteht für die ganze Familie.

Für das Kind mit Behinderung.

Für die Geschwister.

Für Mama und Papa.

Und vor allem für das gemeinsame Familienleben.

Denn manchmal braucht eine Familie nicht jemanden für ein Kind.

Sie braucht einfach noch einmal zwei Hände mehr für alle.

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

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