Wenn die Nächte kurz sind – wie ein Au-pair Eltern entlasten kann

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Es ist 2:30 Uhr nachts.

Das Kind ist wach.

Um 3:15 Uhr schläft es immer noch nicht. Irgendwann kurz vor fünf kehrt endlich Ruhe ein – und um 6:30 Uhr beginnt eigentlich schon wieder der nächste Tag.

Für viele Eltern von Kindern mit Behinderung sind solche Nächte keine Ausnahme.

Manche Kinder haben Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, sind nachts über längere Zeit wach oder starten sehr früh in den Tag.

Und irgendwann geht es nicht mehr nur um Müdigkeit.

Es geht darum, wie man den nächsten Morgen überhaupt noch schaffen soll.

Wenn nach einer anstrengenden Nacht sofort der Alltag beginnt

Auch nach drei Stunden Schlaf müssen Kinder angezogen werden.

Frühstück muss gemacht werden. Kindergarten- und Schultaschen müssen gepackt sein. Geschwisterkinder müssen los. Der Familienalltag wartet nicht darauf, dass Mama oder Papa wieder ausgeschlafen sind.

Und genau hier kann ein Au-pair eine enorme Entlastung sein.

Nicht, indem es die Nacht übernimmt.

Sondern indem es danach übernimmt.

Das Au-pair ist keine Nachtwache

Ein Au-pair ist keine Pflegekraft und selbstverständlich auch keine Nachtwache.

Es soll nicht nachts aufstehen und die Betreuung des Kindes übernehmen.

Aber seine Arbeitszeiten können innerhalb der geltenden Rahmenbedingungen so in den Familienalltag integriert werden, dass Unterstützung genau dann entsteht, wenn Eltern sie besonders brauchen.

Und nach einer schwierigen Nacht kann das beispielsweise der frühe Morgen sein.

„Leg dich noch einmal hin. Ich übernehme.“

Stellen Sie sich vor, die Nacht war wieder einmal viel zu kurz.

Aber statt um 6:30 Uhr direkt weiterzumachen, übernimmt das Au-pair am Morgen.

Es bereitet mit den Kindern das Frühstück vor, hilft beim Fertigmachen und begleitet die gewohnte Morgenroutine.

Und Sie?

Sie legen sich noch einmal hin.

Vielleicht schlafen Sie nur eine Stunde.

Vielleicht zwei.

Aber nach einer Nacht, in der Sie immer wieder wach waren, können genau diese zusätzlichen Stunden einen riesigen Unterschied machen.

Am Wochenende einfach einmal liegen bleiben

Auch am Wochenende kann diese Unterstützung unglaublich wertvoll sein.

Das Kind ist seit sechs Uhr wach?

Das bedeutet nicht automatisch, dass auch Sie um sechs Uhr Ihren Tag beginnen müssen.

Vielleicht frühstückt das Au-pair mit den Kindern, spielt anschließend mit ihnen oder geht später mit ihnen auf den Spielplatz.

Und Sie dürfen noch einmal schlafen.

Kein großer Ausflug. Keine komplizierte Organisation.

Einfach ein Vormittag, an dem jemand anderes da ist.

Manchmal ist Entlastung genau das: einmal nicht die Person sein zu müssen, die als Erste aufsteht.

Auch der Abend kann kürzer werden

Schwierige Nächte beginnen manchmal schon mit langen Abenden.

Abendessen, Zähneputzen, Umziehen, Vorlesen, zur Ruhe kommen – und anschließend vielleicht noch eine lange Einschlafbegleitung.

Wenn man bereits erschöpft ist, können sich diese Stunden endlos anfühlen.

Auch hier kann ein Au-pair im Rahmen seiner Aufgaben unterstützen.

Vielleicht übernimmt es an einem Abend Teile der Abendroutine. Es räumt mit den Geschwisterkindern nach dem Essen auf, hilft beim Fertigmachen oder beschäftigt ein Kind, während Sie sich in Ruhe um das andere kümmern.

Nicht jeder Abend muss dadurch vollständig bei Ihnen liegen.

Schlaf lässt sich nicht nachholen – Entlastung schon

Ein Au-pair kann die Schlafprobleme eines Kindes nicht lösen.

Es kann nicht dafür sorgen, dass ein Kind plötzlich durchschläft.

Und es ersetzt selbstverständlich keine medizinische oder therapeutische Abklärung, wenn Schlafprobleme dauerhaft bestehen.

Aber es kann etwas anderes:

Es kann dafür sorgen, dass nach einer schwierigen Nacht nicht trotzdem wieder alles alleine an Ihnen hängen bleibt.

Wenn jemand den Alltag bereits kennt

Gerade in solchen Situationen zeigt sich der besondere Vorteil eines Au-pairs, das mit der Familie lebt.

Nach einer schlaflosen Nacht möchten Sie morgens nicht erst jemanden anrufen, Betreuung organisieren und erklären, was zu tun ist.

Das Au-pair kennt den Morgen bereits.

Es weiß, was die Kinder frühstücken, was für Kindergarten oder Schule gebraucht wird und wie die gewohnten Abläufe aussehen.

Es kann dort weitermachen, wo die Nacht aufgehört hat.

Ein Au-pair kann keine Nächte länger machen – aber Tage leichter

Bei Besondere Sterne erleben wir immer wieder Familien, deren Alltag durch kurze oder unterbrochene Nächte zusätzlich belastet wird.

Ein Au-pair ist keine Lösung für die Schlafprobleme selbst.

Aber eine weitere vertraute Person im Haushalt kann Eltern genau dort Kraft zurückgeben, wo sie nach solchen Nächten fehlt.

Am frühen Morgen. Am Wochenende. Bei der Abendroutine. Im ganz normalen Alltag.

Vielleicht sind es nur zwei Stunden zusätzlicher Schlaf.

Vielleicht ein Sonntagmorgen, an dem Sie bis neun Uhr liegen bleiben dürfen.

Oder ein Abend, an dem Sie schon einmal zur Ruhe kommen können, während jemand anderes einen Teil des Familienalltags übernimmt.

Wenn Nächte dauerhaft kurz sind, können solche kleinen Zeitfenster plötzlich sehr groß werden.

Denn manchmal ist die wertvollste Unterstützung nach einer schlaflosen Nacht ein ganz einfacher Satz:

„Bleib liegen. Ich kümmere mich um den Morgen.“

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

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