Au-pair suchen – wie fange ich überhaupt an?

Titelbild des Artikels „Au-pair suchen: Wie fange ich am besten an?“

„Wir möchten ein Au-pair suchen – aber wie fangen wir eigentlich an?“

Diese Frage stellen sich viele Familien ganz am Anfang.

Vielleicht haben Sie bereits von anderen Familien gehört, wie sehr ein Au-pair den Alltag erleichtern kann. Vielleicht ist Ihre Betreuungssituation gerade schwierig. Oder Sie merken schon länger:

Uns fehlen im Alltag einfach noch einmal zwei Hände.

Dann beginnt häufig die Suche.

Man schaut sich erste Au-pair-Profile an, liest über Herkunftsländer, Sprachkenntnisse und Erfahrungen – und merkt ziemlich schnell:

Wonach suchen wir eigentlich genau?

Gerade wenn ein Kind mit Behinderung in Ihrer Familie lebt, sollte die Au-pair-Suche deshalb nicht mit einem Profil beginnen.

Sondern mit Ihrer Familie.

Bevor Sie ein Au-pair suchen: Schauen Sie auf Ihren Alltag

Die wichtigste Frage am Anfang lautet nicht:

„Welches Au-pair gefällt uns?“

Sondern:

„Wo brauchen wir eigentlich Unterstützung?“

Denken Sie einmal an eine ganz normale Woche.

Wann wird es bei Ihnen schwierig?

Ist es der Morgen, wenn mehrere Kinder gleichzeitig fertig werden müssen?

Der Nachmittag nach Schule und Kindergarten?

Sind es Therapie- und Fahrtermine?

Die Ferien?

Brauchen die Geschwisterkinder mehr individuelle Aufmerksamkeit?

Oder wünschen Sie sich einfach eine weitere vertraute Person, die regelmäßig mit anpackt?

Je genauer Sie wissen, was sich durch ein Au-pair in Ihrem Familienalltag verändern soll, desto gezielter kann später nach einem passenden Menschen gesucht werden.

Welche Rolle soll das Au-pair in Ihrer Familie haben?

Ein Au-pair kann unterschiedliche Schwerpunkte im Familienalltag haben.

In einer Familie liegt der Fokus stärker auf einem Kind mit Behinderung.

In einer anderen unterstützt das Au-pair hauptsächlich die Geschwisterkinder, damit Mama oder Papa mehr Zeit für das Kind mit höherem Unterstützungsbedarf haben.

Und häufig wechselt genau das.

Montags braucht ein Kind mehr Unterstützung.

Dienstags das andere.

Am Wochenende möchte vielleicht ein Geschwisterkind endlich einen besonderen Ausflug machen.

Ein Au-pair kann innerhalb seines Aufgabenbereichs flexibel in den Familienalltag eingebunden werden.

Deshalb sollten Sie sich vor der Suche nicht nur fragen:

„Wer soll unser Kind betreuen?“

Sondern:

„Wie könnten wir uns als Familie mit einer zusätzlichen Person sinnvoll aufteilen?“

Was braucht Ihr Kind wirklich?

Bei einem Kind mit Behinderung spielt natürlich auch dessen individueller Unterstützungsbedarf eine Rolle.

Eine Diagnose allein erzählt dabei noch lange nicht die ganze Geschichte.

Zwei Kinder mit derselben Diagnose können vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Vielleicht kommuniziert Ihr Kind nonverbal.

Vielleicht braucht es sehr klare Strukturen.

Vielleicht sitzt es im Rollstuhl.

Vielleicht benötigt es viel Unterstützung bei alltäglichen Abläufen.

Oder seine Behinderung spielt bei der normalen Kinderbetreuung nur eine kleine Rolle.

Genau deshalb ist es bei der Au-pair-Suche wichtig, nicht nur einen Namen für die Behinderung zu kennen, sondern das Kind dahinter zu verstehen.

Muss das Au-pair genau diese Behinderung bereits kennen?

Diese Frage hören wir bei Besondere Sterne sehr häufig.

Und die Antwort lautet:

Nicht unbedingt.

Natürlich kann Erfahrung mit Kindern mit Behinderung ein großer Vorteil sein.

Aber ein Au-pair muss nicht bereits ein Kind mit exakt derselben Diagnose begleitet haben, um gut zu Ihrer Familie passen zu können.

Manchmal sind andere Eigenschaften mindestens genauso wichtig.

Geduld.

Verantwortungsbewusstsein.

Offenheit.

Ein natürlicher Umgang mit Kindern.

Die Bereitschaft zu lernen.

Und eine Persönlichkeit, mit der sich Ihre Kinder wohlfühlen.

Erfahrung kann man erweitern. Eine passende Persönlichkeit kann man nicht antrainieren.

Brauchen Sie einen Führerschein?

Auch darüber sollten Familien möglichst früh nachdenken.

Leben Sie ländlich?

Müssen Kinder zu Schule, Kindergarten oder Freizeitaktivitäten gebracht werden?

Gibt es Therapietermine?

Oder funktioniert Ihr Familienalltag problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Wenn Autofahren später ein wichtiger Bestandteil des Alltags sein soll, sollte dieser Wunsch bereits bei der Au-pair-Suche berücksichtigt werden.

Gleiches gilt für andere Dinge, die für Ihre Familie wirklich entscheidend sind.

Was ist Ihnen als Familie wichtig?

Ein Au-pair lebt für viele Monate bei Ihnen zu Hause.

Deshalb geht es bei der Suche um deutlich mehr als Kinderbetreuung.

Wie leben Sie?

Ist bei Ihnen immer etwas los oder brauchen Sie viel Ruhe?

Sind Sie eine sehr aktive Familie?

Wie wichtig sind Ihnen gemeinsame Mahlzeiten?

Welche Regeln gibt es bei Ihnen?

Was ist Ihnen im Umgang mit Ihren Kindern besonders wichtig?

Und welche Eigenschaften würden Sie bei einem Menschen, der mit Ihnen zusammenlebt, wahrscheinlich nach drei Wochen wahnsinnig machen?

Auch das gehört zu einer guten Au-pair-Suche.

Denn ein Lebenslauf kann hervorragend aussehen.

Wenn zwei Menschen überhaupt nicht zusammenpassen, hilft der beste Lebenslauf wenig.

Gerade bei einem Kind mit Behinderung ist Matching mehr als Profilvergleich

Ein Foto, Alter, Herkunftsland und ein paar Zeilen über Kinderbetreuung reichen unserer Ansicht nach nicht aus, um zu entscheiden, wer für eine Familie mit einem Kind mit Behinderung geeignet ist.

Deshalb haben wir uns bei Besondere Sterne genau auf diese Familien spezialisiert.

Wir kennen die Fragen, die im normalen Familienalltag mit einem Kind mit Behinderung eine Rolle spielen können.

Wir wissen, dass ein Au-pair keine Pflegekraft sein darf.

Wir wissen aber genauso, wie viel Entlastung trotzdem möglich sein kann.

Und wir schauen deshalb nicht nur auf das Au-pair.

Wir schauen auf beide Seiten.

Auf Ihr Kind.

Auf die Geschwister.

Auf Ihren Alltag.

Auf Ihre Erwartungen.

Und auf den Menschen, der für viele Monate Teil dieses Alltags werden soll.

Vorbereitung ist bei uns Teil der Vermittlung

Gerade bei Familien mit einem Kind mit Behinderung möchten wir Au-pairs nicht vollkommen unvorbereitet in einen neuen Familienalltag schicken.

Deshalb spielt bei Besondere Sterne neben der Auswahl auch die Vorbereitung unserer Au-pairs eine wichtige Rolle.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten sammeln bereits vor der Einreise Erfahrungen mit Kindern und werden auf ihren Au-pair-Aufenthalt vorbereitet.

Denn ein gutes Matching endet für uns nicht bei:

„Die Familie hat sich für dieses Au-pair entschieden.“

Dort beginnt das gemeinsame Jahr eigentlich erst.

Suchen Sie nicht das perfekte Au-pair

Das perfekte Au-pair gibt es wahrscheinlich genauso wenig wie die perfekte Gastfamilie.

Und genau danach sollten Sie auch nicht suchen.

Suchen Sie einen Menschen, bei dem Sie sich vorstellen können:

Diese Person könnte zu unserem Leben passen.

Jemanden, der Ihre Kinder kennenlernen möchte.

Der bereit ist, sich auf die Besonderheiten Ihrer Familie einzulassen.

Der Fragen stellt.

Der lernen möchte.

Und bei dem Sie nach einem Gespräch nicht nur denken:

„Das Profil sieht gut aus.“

Sondern:

„Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Mensch bei uns am Frühstückstisch sitzt.“

Au-pair suchen mit Besondere Sterne

Wenn Sie ein Au-pair für eine Familie mit einem Kind mit Behinderung suchen, müssen Sie nicht bereits wissen, welcher Kandidat zu Ihnen passt.

Genau dabei unterstützen wir Sie.

Am Anfang steht deshalb bei uns nicht die Frage:

„Welches Au-pair möchten Sie?“

Sondern zunächst:

„Wie sieht Ihr Familienalltag aus – und wo wünschen Sie sich Unterstützung?“

Denn erst wenn wir Ihre Familie verstehen, können wir gemeinsam darüber sprechen, welcher Mensch zu ihr passen könnte.

Und genau dort beginnt eine gute Au-pair-Suche:

nicht beim Au-pair-Profil, sondern bei Ihrer Familie.

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

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