
Diagnose & Bedürfnis
Au-pair bei chronischer Erkrankung
Unterstützung für Familien mit einem chronisch kranken Kind
Wenn ein Kind chronisch erkrankt ist, gehört die Erkrankung häufig ganz selbstverständlich zum Familienalltag – und gleichzeitig kann sie diesen Alltag immer wieder verändern.
Arzttermine, Therapien, Untersuchungen oder Krankenhausaufenthalte müssen mit Kindergarten, Schule, Beruf, Freizeit und den Bedürfnissen der Geschwisterkinder vereinbart werden. Dazu kommen Phasen, in denen es dem Kind gut geht, und möglicherweise Zeiten, in denen es deutlich mehr Ruhe, Begleitung oder Aufmerksamkeit benötigt.
Ein Au-pair für eine Familie mit einem chronisch kranken Kind kann an vielen Stellen im täglichen Leben unterstützen und wertvolle Entlastung schaffen.
Bei Besondere Sterne vermitteln wir Au-pairs gezielt an Familien mit Kindern mit und ohne Behinderung oder besondere Bedürfnisse – darunter auch Familien mit Kindern mit chronischen Erkrankungen.
Chronische Erkrankung im Familienalltag
Chronische Erkrankungen im Kindesalter können sehr unterschiedlich sein.
Manche Erkrankungen beeinflussen den Alltag nur wenig. Andere bringen regelmäßige Arzt- oder Therapietermine mit sich oder führen dazu, dass ein Kind zeitweise weniger belastbar ist.
Auch die Auswirkungen einer Erkrankung können sich im Laufe der Zeit verändern.
Deshalb sagt der Begriff „chronisch krankes Kind“ allein noch wenig darüber aus, welche Unterstützung eine Familie tatsächlich benötigt.
Für uns steht deshalb nicht nur die Diagnose im Mittelpunkt.
Wir möchten wissen:
Wie sieht Ihr Familienalltag aus – und wo benötigen Sie eine zusätzliche helfende Hand?
Wie kann ein Au-pair bei einer chronischen Erkrankung unterstützen?
Ein Au-pair kann viele Aufgaben rund um Kinder und Familienalltag übernehmen, die unabhängig von der medizinischen Versorgung anfallen.
Je nach Alter der Kinder und Familiensituation kann ein Au-pair beispielsweise:
- gemeinsam spielen, lesen, basteln oder draußen Zeit verbringen,
- Kindergarten- oder Schulwege übernehmen,
- Kinder zu Freizeitaktivitäten begleiten,
- alltägliche Routinen unterstützen,
- Nachmittage zu Hause begleiten,
- einfache Mahlzeiten für die Kinder zubereiten,
- leichte Aufgaben rund um die Kinder übernehmen,
- Geschwisterkinder betreuen,
- bei einem Kind bleiben, während Eltern mit einem Geschwisterkind unterwegs sind,
- im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit Babysitting übernehmen.
Gerade wenn viele zusätzliche Termine zum Familienleben gehören, können solche scheinbar kleinen Aufgaben eine große Entlastung sein.
Wenn nicht jeder Tag gleich planbar ist
Chronische Erkrankungen halten sich nicht immer an einen Familienkalender.
Es kann gute Phasen geben, in denen ein Kind viel unternehmen möchte und im Alltag kaum eingeschränkt ist.
Und es kann Tage geben, an denen mehr Ruhe notwendig ist oder Pläne kurzfristig verändert werden müssen.
Ein Au-pair kann dabei helfen, diese Flexibilität im Familienalltag aufzufangen.
Vielleicht wird aus dem geplanten Spielplatznachmittag ein ruhiger Nachmittag zu Hause.
Vielleicht muss kurzfristig ein Arzttermin stattfinden und das Au-pair übernimmt die Betreuung der Geschwister.
Oder ein Elternteil verbringt mehrere Stunden mit einem Kind in einer Klinik, während zu Hause Kindergarten, Schule und Abendessen für die anderen Kinder trotzdem weiterlaufen.
Eine zusätzliche Person kann genau in diesen Situationen viel auffangen.
Entlastung rund um Arzt-, Klinik- und Therapietermine
Familien mit einem chronisch kranken Kind verbringen häufig mehr Zeit bei Ärzten, in Kliniken oder bei Therapien als andere Familien.
Besonders mit mehreren Kindern entsteht dadurch eine ganz praktische Frage:
Wer kümmert sich währenddessen um die Geschwister?
Hier kann ein Au-pair eine wichtige Unterstützung sein.
Es kann beispielsweise ein Geschwisterkind vom Kindergarten oder von der Schule abholen, gemeinsam den Nachmittag verbringen, zum Sport begleiten oder zu Hause für die Kinder da sein.
So müssen Geschwister nicht jeden Termin mitmachen und Eltern können sich während eines Arzt- oder Kliniktermins auf das Kind konzentrieren, das sie gerade braucht.
Ein Au-pair übernimmt keine medizinische Versorgung
Bei chronischen Erkrankungen ist diese Grenze besonders wichtig.
Ein Au-pair ist keine Pflegekraft und keine medizinische Fachkraft.
Medizinische Versorgung und Tätigkeiten, die medizinisches oder pflegerisches Fachwissen erfordern, gehören nicht zu den regulären Aufgaben eines Au-pairs.
Ein Au-pair ersetzt deshalb weder einen Pflegedienst noch eine medizinische Betreuung oder Therapie.
Vor einer Vermittlung sollte offen besprochen werden, welche medizinischen Anforderungen im Alltag bestehen und welche Aufgaben ausschließlich von Eltern oder entsprechend qualifizierten Personen übernommen werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Au-pair einer Familie mit einem chronisch kranken Kind nicht helfen kann.
Im Gegenteil:
Während Eltern und Fachkräfte die medizinische Versorgung übernehmen, kann das Au-pair den Familienalltag rundherum entlasten.
Ein Kind ist mehr als seine Erkrankung
Bei allen medizinischen Terminen und organisatorischen Herausforderungen sollte eines nicht verloren gehen:
Ein chronisch krankes Kind ist zuerst einmal ein Kind.
Es möchte spielen, lachen, Freunde treffen, basteln, Geschichten hören, draußen sein, einen Film anschauen oder einfach einen normalen Nachmittag verbringen.
Ein Au-pair kommt nicht als medizinische Betreuungsperson in die Familie.
Es kann vielmehr eine zusätzliche junge Bezugsperson sein, mit der genau diese alltäglichen Dinge stattfinden.
Nicht jeder gemeinsame Nachmittag muss sich um die Erkrankung drehen.
Welches Au-pair passt zu einer Familie mit einem chronisch kranken Kind?
Das hängt weniger vom Namen der Erkrankung als von der individuellen Familiensituation ab.
Vielleicht wünschen Sie sich ein besonders ruhiges und zuverlässiges Au-pair.
Vielleicht brauchen Sie jemanden, der flexibel reagieren kann, wenn sich Pläne kurzfristig ändern.
Vielleicht ist Ihnen wichtig, dass das Au-pair bereits Erfahrungen mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen gesammelt hat.
Oder Sie suchen hauptsächlich Unterstützung für die Geschwisterkinder.
Bei Besondere Sterne schauen wir deshalb darauf, welche Aufgaben tatsächlich übernommen werden sollen und welche Persönlichkeit zu Ihrer Familie passt.
Wenn zusätzlich eine Behinderung besteht
Eine chronische Erkrankung kann allein bestehen oder mit weiteren Besonderheiten verbunden sein.
Manche Kinder leben zusätzlich mit einer körperlichen Behinderung, Entwicklungsverzögerung, geistigen Behinderung, Sinnesbehinderung, Epilepsie, einem Gendefekt oder einer seltenen Erkrankung.
Auch dann betrachten wir nicht nur einzelne Diagnosen.
Entscheidend ist das Gesamtbild:
Was benötigt Ihr Kind? Was benötigt Ihre Familie? Und welche Aufgaben kann ein Au-pair sinnvoll übernehmen?
Unterstützung für die ganze Familie
Ein Au-pair muss nicht ausschließlich für das chronisch kranke Kind da sein.
Manchmal entsteht die größte Entlastung genau an einer anderen Stelle.
Das Au-pair bringt ein Geschwisterkind zum Sport.
Es übernimmt einen Schulweg.
Es verbringt mit den anderen Kindern einen Nachmittag auf dem Spielplatz.
Oder es hält zu Hause den normalen Familienalltag aufrecht, während ein Elternteil einen längeren Termin mit dem erkrankten Kind wahrnimmt.
So kann Unterstützung dort stattfinden, wo sie der gesamten Familie am meisten hilft.
Au-pair für eine Familie mit chronisch krankem Kind finden
Bei Besondere Sterne begleiten wir Familien mit chronisch kranken Kindern bei der Suche nach einem passenden Au-pair.
Dabei schauen wir gemeinsam darauf, welche Auswirkungen die Erkrankung auf Ihren Familienalltag hat, wobei Sie Unterstützung benötigen und welche Aufgaben ein Au-pair sinnvoll übernehmen kann.
Anschließend können Sie passende Au-pairs kennenlernen und selbst entscheiden, welcher Mensch zu Ihren Kindern und Ihrer Familie passt.
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Begriffe rund um chronische Erkrankungen
Besondere Sterne ist eine Au-pair-Agentur — kein Sonderpädagoge und keine Beratungsstelle. Für rechtliche und fachliche Fragen gibt es die EUTB: teilhabeberatung.de. Gehen Sie dorthin, wo Sie sich gut aufgehoben fühlen.