Die erste Woche mit Ihrem Au-pair – ankommen und ankommen lassen

Familie und Au-pair frühstücken gemeinsam an einem sonnigen Küchentisch.

Die erste Woche ist noch kein normaler Au-pair-Alltag. Sie ist vor allem eines: eine Zeit zum Ankommen, Kennenlernen und Orientieren.

Ihr Au-pair ist gerade in einem neuen Land angekommen. Vielleicht nach einem langen Flug, mit Jetlag und vielen neuen Eindrücken. Die Sprache ist ungewohnt, die Umgebung fremd – und auch Ihre Familie und Ihre Kinder muss es erst kennenlernen.

Deshalb gilt für die ersten Tage vor allem:

Erst kennenlernen, dann Verantwortung übernehmen

Auch wenn die Vorfreude groß ist und Sie sich natürlich Unterstützung im Familienalltag wünschen: Geben Sie Ihrem Au-pair zunächst die Möglichkeit, Ihre Familie kennenzulernen.

Wie läuft ein typischer Morgen ab? Welche Gewohnheiten haben die Kinder? Welche Abläufe sind besonders wichtig? Wie funktioniert der Alltag in Ihrer Familie?

Gerade bei Kindern mit Behinderung, Entwicklungsverzögerungen oder Autismus spielen individuelle Routinen und Bedürfnisse häufig eine besonders große Rolle. Diese lassen sich nicht innerhalb weniger Stunden erklären.

Vieles muss erlebt und gemeinsam eingeübt werden.

Sicherheit entsteht Schritt für Schritt

In den ersten Tagen geht es deshalb weniger darum, möglichst schnell alle Aufgaben zu übertragen. Viel wichtiger ist, dass Ihr Au-pair Sicherheit gewinnt.

Neue Wege, Abläufe und Aufgaben sollten zunächst gemeinsam kennengelernt werden. Mit zunehmender Orientierung kann Ihr Au-pair anschließend Schritt für Schritt selbstständiger werden.

Wie schnell das funktioniert, ist von Au-pair zu Au-pair unterschiedlich – und auch jede Familie bringt andere Voraussetzungen mit.

Geben Sie beiden Seiten Zeit

Nicht nur für Ihr Au-pair ist diese erste Woche neu. Auch Ihre Kinder müssen sich an einen neuen Menschen in ihrem Alltag gewöhnen.

Manche Kinder sind sofort neugierig und offen. Andere brauchen deutlich länger, bis Vertrauen entsteht. Beides ist vollkommen in Ordnung.

Versuchen Sie deshalb nicht, innerhalb weniger Tage einen perfekten Alltag herzustellen.

Die erste Woche darf sich noch ungewohnt anfühlen.

Auch Ankommen gehört dazu

Neben dem Familienalltag braucht Ihr Au-pair Zeit, sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden und die vielen Eindrücke der ersten Tage zu verarbeiten.

Ein guter Start entsteht nicht dadurch, möglichst schnell möglichst viel zu schaffen, sondern dadurch, eine stabile Grundlage für die kommenden Monate zu legen.

Unser Tipp von Besondere Sterne

Zeigen. Gemeinsam machen. Wiederholen. Dann Schritt für Schritt selbstständiger werden lassen.

Wie die erste Woche konkret gestaltet wird, welche Aufgaben wann sinnvoll übertragen werden und worauf Familien dabei besonders achten sollten, ist sehr individuell.

Genau deshalb begleiten wir unsere Gastfamilien und Au-pairs auch nach der Vermittlung weiter und geben ihnen für die erste gemeinsame Zeit konkrete Orientierung an die Hand.

Redaktion Besondere Sterne · Veröffentlicht am

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