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Diagnose & Bedürfnis

Au-pair bei Epilepsie

Unterstützung für Familien mit einem Kind mit Epilepsie

Wenn ein Kind mit Epilepsie lebt, kann das den Familienalltag ganz unterschiedlich beeinflussen.

Bei manchen Kindern sind die Anfälle gut eingestellt und die Epilepsie spielt im täglichen Leben nur eine kleine Rolle. Andere Kinder haben häufiger Anfälle, benötigen mehr Beaufsichtigung oder leben zusätzlich mit einer Entwicklungsverzögerung, Behinderung oder seltenen Erkrankung.

Für Eltern bedeutet das häufig: mitdenken, organisieren, begleiten – und gleichzeitig Kindergarten, Schule, Geschwisterkinder, Beruf, Freizeit und das ganz normale Familienleben miteinander vereinbaren.

Ein Au-pair für eine Familie mit einem Kind mit Epilepsie kann im Alltag unterstützen und zusätzliche Entlastung schaffen.

Bei Besondere Sterne vermitteln wir Au-pairs gezielt an Familien mit Kindern mit und ohne Behinderung oder besondere Bedürfnisse – darunter auch Familien mit Kindern mit Epilepsie.

Epilepsie im Familienalltag

Epilepsie ist nicht gleich Epilepsie.

Es gibt unterschiedliche Epilepsieformen und Anfallsarten. Wie häufig Anfälle auftreten, wie sie aussehen und wie stark sie den Alltag beeinflussen, unterscheidet sich von Kind zu Kind.

Manche Kinder besuchen Kindergarten oder Schule, treiben Sport und sind in vielen Bereichen vollkommen selbstständig.

Andere Kinder benötigen aufgrund ihrer Epilepsie mehr Begleitung oder Aufsicht. Wieder andere leben zusätzlich mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, einer Entwicklungsverzögerung oder einem genetischen Syndrom.

Deshalb steht bei unserer Vermittlung nicht allein die Diagnose Epilepsie im Mittelpunkt.

Entscheidend ist:

Wie sieht der Alltag Ihres Kindes aus und wobei benötigt Ihre Familie Unterstützung?

Wie kann ein Au-pair bei Epilepsie unterstützen?

Ein Au-pair kann viele Aufgaben im täglichen Familienleben übernehmen, die unabhängig von der medizinischen Versorgung des Kindes anfallen.

Je nach Alter, Selbstständigkeit und Unterstützungsbedarf kann ein Au-pair beispielsweise:

  • gemeinsam spielen, lesen, basteln oder draußen Zeit verbringen,
  • Kindergarten- oder Schulwege begleiten,
  • Kinder zu Freizeitaktivitäten begleiten,
  • alltägliche Routinen mittragen,
  • Nachmittage gemeinsam gestalten,
  • einfache Mahlzeiten für die Kinder zubereiten,
  • leichte Aufgaben rund um die Kinder übernehmen,
  • Geschwisterkinder betreuen,
  • bei einem Kind bleiben, während Eltern mit einem Geschwisterkind unterwegs sind,
  • im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit Babysitting übernehmen.

Welche Aufgaben ein Au-pair konkret übernehmen kann, muss immer individuell mit der Familie besprochen werden.

Wenn zusätzliche Aufsicht notwendig ist

Je nach Epilepsieform kann es Situationen geben, in denen ein Kind mehr Beaufsichtigung benötigt als ein gleichaltriges Kind ohne Epilepsie.

Für ein Au-pair ist deshalb wichtig zu wissen, welche Regeln im Alltag der Familie gelten.

Darf das Kind alleine im Garten spielen?

Welche Freizeitaktivitäten sind möglich?

Gibt es Situationen, in denen immer eine erwachsene Begleitperson dabei sein muss?

Was müssen Betreuungspersonen über die Epilepsie des Kindes wissen?

Eltern kennen die individuelle Situation ihres Kindes und können dem Au-pair erklären, worauf im Alltag besonders geachtet werden muss.

Eine offene und genaue Kommunikation vor der Vermittlung ist hier besonders wichtig.

Was passiert bei einem epileptischen Anfall?

Wenn ein Au-pair ein Kind mit Epilepsie betreut, sollte es wissen, wie es sich im Falle eines Anfalls verhalten soll.

Die Familie sollte deshalb mit dem Au-pair genau besprechen, wie die Anfälle des Kindes typischerweise aussehen, welche Sicherheitsmaßnahmen zu beachten sind und wann Eltern oder medizinische Hilfe verständigt werden müssen.

Dabei sollte das Au-pair ausschließlich nach den klaren Vorgaben der Eltern und dem für das Kind bestehenden medizinischen Notfallplan handeln.

Das Ziel ist nicht, aus einem Au-pair eine medizinische Fachkraft zu machen.

Es geht darum, dass eine Betreuungsperson weiß, was im Notfall zu tun ist und wen sie kontaktieren muss.

Ein Au-pair übernimmt keine medizinische Versorgung

Gerade bei Epilepsie ist eine klare Abgrenzung wichtig.

Ein Au-pair ist keine Pflegekraft und keine medizinische Fachkraft.

Die medizinische Behandlung und Verantwortung für Medikamente, Therapie und medizinische Entscheidungen liegt bei den Eltern und den behandelnden Fachpersonen.

Aufgaben, für die medizinische oder pflegerische Fachkenntnisse erforderlich sind, gehören nicht zu den regulären Tätigkeiten eines Au-pairs.

Vor einer Vermittlung muss deshalb transparent geklärt werden, welche medizinischen Anforderungen bestehen und welche Aufgaben ausschließlich durch Eltern oder entsprechend qualifizierte Personen übernommen werden.

Ein Au-pair kann trotzdem eine große Unterstützung sein – denn rund um die medizinische Versorgung läuft jeden Tag weiterhin ein kompletter Familienalltag.

Ein Kind mit Epilepsie ist mehr als seine Diagnose

Wenn Eltern ständig auf mögliche Anfälle achten müssen, kann Epilepsie im Familienleben sehr präsent werden.

Für ein Kind besteht sein Leben aber aus sehr viel mehr.

Freunde treffen.

Auf den Spielplatz gehen.

Musik hören.

Malen.

Sport.

Gemeinsam backen.

Einen Film anschauen.

Quatsch machen.

Ein Au-pair kommt nicht in die Familie, um ein Kind ständig als Patientin oder Patienten zu betrachten.

Es kann eine zusätzliche junge Bezugsperson sein, mit der ganz normaler Kinderalltag stattfinden darf.

Wenn Epilepsie Teil einer anderen Erkrankung ist

Epilepsie kann allein auftreten oder gemeinsam mit anderen Besonderheiten bestehen.

Manche Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung, geistigen oder körperlichen Behinderung haben zusätzlich Epilepsie.

Auch bei verschiedenen Gendefekten und seltenen Erkrankungen kann Epilepsie Teil des Krankheitsbildes sein, beispielsweise beim Angelman-Syndrom, Rett-Syndrom, Dravet-Syndrom oder bei der Tuberösen Sklerose.

Bei einer Mehrfachbehinderung oder mehreren Diagnosen betrachten wir deshalb nicht jede Besonderheit isoliert.

Wir schauen auf das gesamte Kind und darauf, welche Unterstützung im tatsächlichen Familienalltag benötigt wird.

Welches Au-pair passt zu einem Kind mit Epilepsie?

Das hängt stark von der individuellen Situation ab.

Bei einem Kind mit seltenen und gut kontrollierten Anfällen können andere Anforderungen bestehen als bei einem Kind, das regelmäßig Anfälle erlebt und dauerhaft mehr Beaufsichtigung benötigt.

Für manche Familien ist deshalb besonders wichtig, dass ein Au-pair ruhig und besonnen reagieren kann.

Andere wünschen sich vor allem eine zuverlässige Person für Geschwister, Wege und den normalen Familienalltag.

Je nach Unterstützungsbedarf kann Erfahrung mit Kindern mit Behinderung oder besonderen Bedürfnissen hilfreich sein.

Entscheidend sind außerdem Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, die individuellen Regeln der Familie genau kennenzulernen.

Entlastung kann auch bei den Geschwistern beginnen

Arzttermine, Untersuchungen oder Klinikaufenthalte können viel Zeit beanspruchen.

Gerade für Familien mit mehreren Kindern kann deshalb eine zusätzliche Person im Alltag enorm wertvoll sein.

Während Eltern mit ihrem Kind einen medizinischen Termin wahrnehmen, kann das Au-pair ein Geschwisterkind aus Kindergarten oder Schule abholen.

Es kann zum Sport begleiten, gemeinsam Hausaufgaben machen oder einfach einen normalen Nachmittag gestalten.

So kann ein Au-pair dazu beitragen, dass die Bedürfnisse der anderen Kinder auch in besonders intensiven Phasen nicht untergehen.

Au-pair für ein Kind mit Epilepsie finden

Bei Besondere Sterne begleiten wir Familien mit Kindern mit Epilepsie bei der Suche nach einem passenden Au-pair.

Dabei schauen wir gemeinsam darauf, wie sich die Epilepsie Ihres Kindes im Alltag zeigt, wie viel Begleitung notwendig ist und welche Aufgaben Sie sich von einem Au-pair wünschen.

Auch zusätzliche Diagnosen oder Besonderheiten berücksichtigen wir bei der Suche nach passenden Au-pairs.

Anschließend lernen Sie mögliche Au-pairs kennen und entscheiden selbst, welcher Mensch zu Ihrem Kind und Ihrer Familie passt.

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Besondere Sterne ist eine Au-pair-Agentur — kein Sonderpädagoge und keine Beratungsstelle. Für rechtliche und fachliche Fragen gibt es die EUTB: teilhabeberatung.de. Gehen Sie dorthin, wo Sie sich gut aufgehoben fühlen.